Hautkrankheiten mit Cortisonsalbe bekämpfen?

Jeder, der an chronischen Hauterkrankungen leidet, wird früher oder später mit dem Medikament Cortison und den damit verbundenen Ängsten und Zweifeln konfrontiert. Am Cortison scheiden sich die Geister.

Besonders die Cortisonsalbe ist ein beliebtes Spielfeld für Auseinandersetzungen zwischen Schulmedizinern und Alternativmedizinern. Als Betroffener interessieren jedoch nur Fakten, Wirkungen und Nebenwirkungen.

Die Struktur von Cortisol

Die Wirkstärken des Cortisons

Das Cortison ist ein Steroidhormon, das 1935 in der Nebennierenrinde entdeckt wurde. Es ist ein Überbegriff für eine Gruppe von Wirkstoffen, den Kortikoiden. Seit einigen Jahrzehnten wird Cortison bei Hautkrankheiten eingesetzt und auch synthetisch hergestellt. Dabei gibt es den Stoff in 5 verschiedenen Wirkstärken:

Klasse 1: geringe Wirkung, vor allem für den empfindlichen Hautbereich rund um die Augen verwendet. Hierzu zählen alle Hydrocortison-Cremes wie z.B. Linola H

Klasse 2: mittlere Wirkung, für die Anwendung im Gesichts-, Hals- und Dekolletebereich (Gefahr einer Hautatrophie, zu Deutsch Gewebeschwund), Präparate dieser Klasse sind z.B. Emovate, Imacort, Locacorten oder Advantan

Klasse 3: starke Wirkung, wird am restlichen Körper verwendet, Präparate wie z.B. Betonovate, Nerisona, Diproderm, Elocom, Cutivate

Klasse 4: und 5: Kortikoide mit sehr starker Wirkung, werden nur an Stellen mit sehr dicker Haut angewendet (z.B. Hand- und Fußinnenflächen), Präparate dieser Klasse sind zum Beispiel Dermovate, Diprolen und Nerisona forte

Viele Betroffene erschrecken, wenn sie das Wort Cortison als Behandlungsform hören, vor allem, wenn es beim Patienten um Kinder geht. Was ist nun dran an dem Schreckgespenst und welche Zweifel können den Betroffenen Sorgen bereiten? Im Folgenden werden ein paar häufig formulierte Fragen angeführt, deren Beantwortung in dieser Abhandlung versucht wird:

Stellt die Cortisonsalbe immer das Mittel der Wahl bei Hauterkrankungen dar?

Welche Nebenwirkungen hat die Cortisonsalbe?

Wie lange kann und sollte die Cortisonsalbe höchstens verwendet werden?

Welche Alternativen zur Cortisonsalbe gibt es?

Was kann die Cortisonsalbe?

In den letzten 50 Jahren wurde versucht, die systemischen Wirkungen des Cortisons von den Nebenwirkungen wie Blutbildveränderung, Muskelabbau und Gewebeschwund zu entkoppeln. In vielen Bereichen konnten so durch chemische Veränderungen verschiedene Dosierungen und Wirkungsweisen auf verschiedene Hautpartien erreicht werden. Die Nebenwirkungen konnten reduziert werden.

Grundsätzlich sollte die äußere Anwendung von Cortison nur erfolgen, wenn nicht mehr als ein Drittel der Haut betroffen ist. Gemeinsam mit dem Dermatologen wird entschieden, ob das Cortison als Salbe, Gel, Lösung oder Lotion verabreicht werden soll. Begonnen wird die Behandlung mit einem hochwirksamen Präparat, das im Laufe der Behandlung reduziert wird.

Cortison gehört zu den wirksamsten Medikamenten gegen die Symptome der Neurodermitis und Schuppenflechte. Es dient der Akutbehandlung bei schweren Schüben, um den für die Patienten belastenden Kreislauf “Jucken-Kratzen-Entzündung” zu durchbrechen. Normalerweise endet diese akute Phase nach ein paar Tagen, die Cortisonsalbe kann abgesetzt werden und die Nebenwirkungen sind minimal. Wichtig ist, immer nur die betroffenen Hautpartien einzucremen und nicht präventiv den ganzen Körper.

Nebenwirkungen der Cortisonsalbe

Von längerfristigen Anwendungen der Cortisonsalben ist abzuraten. Es ist ein Mittel für den Akutfall und sollte maximal 4 bis 6 Wochen verwendet werden, um anschließend auf eine cortisonfreie Salbe umzusteigen. Allerdings sollte dieser Umstieg und somit das Absetzen der Cortisonsalbe über ein paar Tage langsam erfolgen, um den sogenannten Rebound-Effekt zu vermeiden. Da sich der Körper an das Cortison gewöhnt, kann beim plötzlichen Absetzen der Salbe eine verstärkte Wiederkehr der Symptome auftreten. Bei längerer Anwendung des Cortisons erfolgt eine Veränderung der Hautstruktur. Die Haut wird spröde und dünner (=Atrophie), wodurch die durchschimmernden Venen zu erkennen sind und der Haut ein fast durchsichtiges Aussehen verleihen. Außerdem sind unter anderem leichte Verletzbarkeit, schlechte Wundheilung und dauerhafte Gesichtsrötung als Nebenwirkungen anzuführen. Cortison wirkt sich längerfristig zudem negativ auf das Immunsystem aus.

Sanfte Alternativen zur Cortisonsalbe

Leider werden unter dem Deckmantel “Pflanzencreme ohne Cortison” immer wieder cortisonhaltige Cremes von unseriösen Geschäftemachern angeboten. Es ist daher zu empfehlen, auch die pflanzlichen Alternativen in einer Apotheke zu erwerben und so auf eine seriöse Angabe der Inhaltsstoffe vertrauen zu können. Die Webseite “Rezeptfreies” hat dazu eine seriöse Übersicht rezeptfreier Cortisonsalben erstellt. Für schubfreie Zeiten bieten sich sanfte Alternativen aus der Natur an. Ringelblume, Zinnkraut und die Aloe Vera stellen gute Alternativen zu einer Daueranwendung von Cortisonsalben dar.

Das Aloe Vera Gel wirkt besonders entzündungslindernd, juckreizlindernd und angenehm kühlend auf der Haut. Auch feuchte Umschläge mit verschiedenen Gerbstoffpräparaten, wie z.B. schwarzem Tee, gelten als altbewährtes Hausmittel zur Abheilung von Ekzemen.

Cortison und alternative Präparate aus der Natur sind wirksame Mittel in der Behandlung akuter und chronischer Hauterkrankungen. Der kurzfristige Einsatz von Cortison sollte sich dabei auf Zeiten starker Schübe beschränken, ansonsten sollte die Haut mit sanfteren Methoden behandelt werden.

Hämorrhoiden mit einer Salbe bekämpfen?

Es ist ein unangenehmes Thema und viele Menschen schämen sich dafür, die Rede ist von Hämorrhoiden. Gerade Männer sind häufig von Hämorrhoiden betroffen, nämlich rund 70 Prozent davon in Deutschland.

Wird man von Hämorrhoiden heimgesucht, wird man dies am After durch Schmerzen beim Stuhlgang, durch Jucken und durch ein Brennen merken. Leidet man erst mal unter Hämorrhoiden, muss man diese auch behandeln. Denn werden Hämorrhoiden nicht behandelt, kann dies Folgen haben. Doch keine Angst, Hämorrhoiden kann man auch selbst behandeln. Wie das im Detail funktioniert, kann man nachfolgend erfahren.

Hämorrhoiden am Po

Hämorrhoiden und die Behandlung

Viele Menschen haben Hämorrhoiden, wissen aber nicht was im Detail aber Hämorrhoiden sind. Unter Hämorrhoiden versteht man eine Art knotenförmige Schwellung des Gefäßpolsters im After. Diese Schwellung und später auch Entzündung findet zwischen dem Enddarm und dem Schließmuskel statt und sorgt zum Teil für erhebliche Schmerzen, gerade während dem Stuhlgang. Durch den Stuhlgang selbst und durch die Reizung, kann es dann auch zu Blutungen im Stuhl kommen. Gerade bei Blutungen sollte man vorsichtig sein, sind diese massiv, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen. Grundsätzlich wird der Schweregrad der Hämorrhoiden in drei Stufen unterteilt. Gerade für Menschen die Hämorrhoiden lieber selbst behandeln möchten, ist dies eine wichtige Information. Den eine eigene Behandlung von Hämorrhoiden ist nur in den Stufen 1 und 2 möglich.

Wer sich jetzt fragt woher eigentlich Hämorrhoiden kommen, so ist dieses einfach erklärt. Hämorrhoiden entstehen durch Verstopfungen, durch eine falsche Ernährung und mangelndem Sport. Hämorrhoiden können aber auch durch zu schwache Gefäßwände entstehen. Bei Frauen kommt es häuft auch nach der Schwangerschaft zu Hämorrhoiden.

Die Behandlung mittels Salbe

Hämorrhoiden der Stufe 1 und 2 können mit einer speziellen Hämorrhoidensalbe behandelt werden. Dazu wird täglich mehrfach die Salbe auf den After aufgetragen. Die Auftragung der Salbe erfolgt hierbei mittels einem Finger, wobei es auch Hämorrhoidensalben gibt, die über einen speziellen Aufsatz verfügen. In einem solchen Fall, erfolgt die Auftragung der Salbe ohne die Hand. Durch die Wirkstoffe in der Hämorrhoidensalbe klingt die Schwellung ab, die Hämorrhoiden bilden sich zurück. Je nach Schweregrad kann die Behandlung mit einer Hämorrhoidensalbe mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Natürlich dauert es aber nicht so lange, bis die lästigen Symptome wie das Brennen oder das Jucken aufhören.

Hier verschafft in der Regel die Hämorrhoidensalbe schon wesentlich schneller Linderung. Natürlich spielt bei der Behandlung der Hämorrhoiden die Hygiene eine große Rolle. Sowohl die Hände, als auch die Tube der Salbe sollte man nach jedem Gebrauch gut reinigen, da sich sonst Bakterien bilden können. Bei Hämorrhoiden der Stufe 3 bleibt einem nichts anderes übrig als zum Arzt zu gehen, den in einem solchen Fall ist eine aufwendigere Behandlung, im schlimmsten Fall sogar eine operative Entfernung notwendig. Aus diesem Grund sollte man Hämorrhoiden auch auf gar keinem Fall unbehandelt lassen, auch wenn dieses Leiden einem peinlich ist.

Die Unterschiede bei der Hämorrhoidensalbe

Wer jetzt von Hämorrhoiden betroffen ist und mit der Behandlung beginnen möchte, der wird mit einem breiten Angebot von Hämorrhoidensalben konfrontiert. Diese Hämorrhoidensalben unterscheiden sich nicht nur bei den Wirkstoffen, sondern auch beim Preis. Bei beidem lohnt sich ein genauer Blick vor dem Kauf einer Hämorrhoidensalbe. Grundsätzlich gibt es Hämorrhoidensalben mit drei verschiedenen Wirkstoffen, zum einen mit dem Wirkstoff Hamamelisrinde-Trockenextrak, mit dem pflanzlichen Wirkstoff Hamamelisdestillat und letztlich mit dem Wirkstoff der Aloe Barbadensis Pflanze. Welche dieser Wirkstoffe sich eignet, ist vom Schweregrad der Hämorrhoiden abhänig. Ist man sich unsicher welcher Wirkstoff der beste bei einer Hämorrhoidensalbe ist, so sollte man sich von seinem Hausarzt oder in einer Apotheke beraten lassen. Im Übrigen, der Kauf von Hämorrhoidensalben erfolgt in Deutschland rezeptfrei, ein ärztliches Rezept ist damit nicht notwendig. Dies hat natürlich den Nachteil, dass man die Kosten, je nach Salbe bis zu 15.00 Euro, selbst tragen muss.

Hämorrhoiden vorbeugen

Damit man überhaupt keine Hämorrhoidensalbe benötigt, empfiehlt sich natürlich eine Vorbeugung. So kann man Hämorrhoiden unter anderem durch eine gesunde Ernährung und viel Bewegung weitgehend vorbeugen.