Interview: Welche Behandlungsformen gibt es um Vitiligo zu heilen?

Unsere Expertin Simone Müller ist Kosmetikerin mit eigenem Kosmetikstudio in Münster und behandelt eine Vielzahl von Patienten mit Vitiligo. Ihre dreijährige Ausbildung mit dem Schwerpunkt Visagismus absolvierte sie an einer renommierten Kosmetik Schule in Köln.

Anschließend arbeitete Frau Müller für einige Zeit in einer Hautarztpraxis und sammelte dort Erfahrung mit verschiedenen Hautkrankheiten. Auch seit ihrer Studioeröffnung vor zwei Jahren arbeitet die Kosmetikerin eng mit den Hautärzten der Patienten zusammen, um den Patienten ein möglichst gutes Körpergefühl zu ermöglichen. Neben der kosmetischen Behandlung von Vitiligo berät Simone Müller ihre Kunden außerdem über geeignete Hautpflegeprodukte und stellte Kontakte zwischen Betroffenen her.

Schönheit wird oberflächlich betrachtet

— Liebe Frau Müller, wie viele Patienten mit Vitiligo behandeln Sie zurzeit in ihrem Kosmetikstudio?

Zurzeit betreue ich etwa zwanzig Patienten mit der Hauterkrankung Vitiligo. Die meisten davon sind Frauen und kommen regelmäßig und über einen längeren Zeitraum hinweg in mein Studio. In den letzten Jahren hat jedoch auch die Zahl der Männer zugenommen, ästhetische Aspekte spielen auch in der Männerwelt eine immer größer werdende Rolle.

— Zum allgemeinen Verständnis: Was ist Vitiligo und wie äußert sich diese Erkrankung?

Vitiligo wird auch Weißfleckenkrankheit genannt und äußert sich durch die Entfärbung der Haut an bestimmten Körperstellen. Die unter der Haut gelegenen Melanozyten (spezialisierte Hautzellen) können bei den Patienten kein Melanin mehr produzieren, welches für die Dunkelfärbung der Haut zuständig ist. Das Resultat sind unschöne weißliche Flecken, die sich gerade im Sommer bemerkbar machen.

— Wie sollte ich vorgehen, wenn ich bei mir eine Verfärbung der Haut entdecke?

Der erste Gang sollte immer zum Hautarzt führen. Der Hautarzt wird mit verschiedenen Methoden diagnostizieren, um welche Hauterkrankung es sich handelt und dann einen Behandlungsplan entwickeln. Die Therapie in der Hautarztpraxis kann dann mit einer Behandlung in einem Kosmetikstudio ergänzt werden.

— Ist eine Verwechslung der Weißfleckenkrankheit mit anderen Hauterkrankungen möglich?

Ja, es gibt verschiedene Erkrankungen die eine ähnliche Symptomatik hervorrufen. Dazu gehören zum Beispiel Pilzerkrankungen oder andere Hautausschläge. Oftmals kommen Kunden erst zu uns und erhoffen sich schnelle Hilfe. Die Diagnose kann allerdings nur von einem Arzt durchgeführt werden. Deshalb sollten Hautveränderungen jedweder Art immer von einem Hautarzt abgeklärt werden. Wir sind dann erst die zweite Anlaufstelle.

— Welche Hautstellen werden im Kosmetikstudio vorwiegend behandelt?

Wenn Kunden in unser Kosmetikstudio kommen, wünschen sie sich meist eine Behandlung der Hautstellen, die im Alltag am ehesten entblößt werden. Dazu gehören Gesicht, Hände, Arme und Beine. Gerade im Sommer haben wir einen hohen Zulauf, da dort mehr Haut gezeigt wird als im Winter. Grundsätzlich können aber alle betroffenen Hautstellen von uns versorgt werden. Gerade zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Hochzeiten wollen viele Betroffene ein bereinigtes Hautbild vorzeigen können.

Tabletten zur Vitiligo Behandlung?— Welche Möglichkeiten gibt es für den Hautarzt die Weißfleckenkrankheit zu behandeln?

Es gibt verschiedene Vitiligo Behandlungsmöglichkeiten, die sich je nach Krankheitsbild bei jedem Patienten unterscheiden. Ob in einem konkreten Fall eine Lichttherapie, Lasertherapie oder eine Therapie mit Salben angemessen ist, entscheidet der Hautarzt individuell für jeden Patienten.

— An dieser Stelle kommen Sie ins Spiel, wie können Sie den Betroffenen konkret helfen?

Auch mit modernster Technik ist es oftmals nicht möglich, den natürlichen Hautton wiederzuerlangen. Während die Hautärzte versuchen die Ursachen der Pigmentstörung zu erforschen und zu behandeln, arbeiten wir im Kosmetikstudio eher symptomatisch. Das bedeutet, dass wir mit speziellem Camouflage Make-Up die Haut wieder ebenmäßiger aussehen lassen können. Viele Kosmetikstudios haben sich auf Visagismus spezialisiert und schicken ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf spezielle Schulungen.

— Wie unterscheidet sich Camouflage Make-Up von normalen Make-Up-Sorten?

Camouflage Make-Up ist qualitativ hochwertiger als das handelsübliche Make-Up und wird zum Beispiel im Theater- und Fernsehbereich eingesetzt. Es ist langlebiger und hat eine höhere Deckkraft als übliches Make-Up. Hier ist die Pigmentdichte entscheidend:

  • Herkömmliche Foundations haben eine Pigmentdichte von zehn bis 15 Prozent.
  • Compact Make-Ups können mit bis zu 25 Prozent Pigmentdichte aufwarten.
  • Professionelles Camouflage Make-Up besitzt bis zu 50 Prozent Pigmentdichte und deckt somit wesentlich stärker ab.

Ein Rücken ohne Vitiligo— Ihre Behandlung im Kosmetikstudio behandelt also primär den ästhetischen Aspekt der Vitiligo?

Nein, so würde ich das nicht sagen. Natürlich steht die Abdeckung der unschönen Hautflecken im Vordergrund der Behandlung. Für die Patienten geht es dabei jedoch nicht nur um pure Eitelkeit. Leider sind die Betroffenen auch heute noch mit vielen Vorurteilen konfrontiert. Tritt Vitiligo erstmals auf, leidet das Selbstbewusstsein der Kunden stark unter den Veränderungen. Mit dem Abdecken der Hautflecken geben wir den Kunden so also ein ganzes Stück Lebensqualität und Selbstbewusstsein wieder.

— Empfiehlt es sich, als Privatperson Camouflage Make-Up selber zu erwerben und anzuwenden?

Natürlich ist es möglich, das Make-Up selber aufzutragen. Allerdings würde ich den Kunden immer empfehlen, sich die Anwendung von einer ausgebildeten Kosmetikerin zeigen zu lassen. Das Camouflage Make-Up ist nicht ganz billig und sollte daher auch nicht durch Experimente zuhause verschwendet werden. Wir bieten in unserem Kosmetikstudio Schminkkurse speziell für Menschen mit Hauterkrankungen an, Betroffene sollten sich über ähnliche Angebote in ihrer Stadt informieren. Trotz allem kommen unsere Kunden auch nach den Kursen gerne noch zu uns, wenn sie sich zum Beispiel für einen speziellen Anlass schminken lassen wollen.

— Welche Eigenschaften sollte das Camouflage Make-Up mitbringen?

Gutes Camouflage Make-Up sollte folgende Punkte erfüllen:

  1. Ganz wichtig ist es, ein Make-Up mit hoher Deckkraft und gutem UV-Schutz zu wählen. Da die Haut an den betroffenen Stellen kein Melanin mehr produzieren kann, ist die Haut den Sonnenstrahlen schutzlos ausgesetzt. Mittlerweile haben aber die meisten Make-Up-Produkte einen integrierten UV- Schutz.
  2. Gutes Make-Up ist außerdem angereichert mit Vitaminen und pflegenden Ölen.

— Was muss ich beim Kauf von Camouflage Make-Up beachten?

Das Internet bietet viel Make-Up zu günstigen Preisen an, was schnell zum Kauf verleitet. Es ist jedoch ratsam, eine Kosmetikerin aufzusuchen und sich dort über Produkte zu informieren. Gerade beim Abdecken von Hauterkrankungen ist es wichtig ein Make-Up zu finden, welches sich dem natürlichen Hautton des Kunden anpasst. Der Farbton der Haut unterscheidet sich natürlich auch von Körperstelle zu Körperstelle. Menschen, die beispielsweise weiße Flecken auf Händen und Beinen überdecken möchten brauchen möglicherweise unterschiedliche Farbtöne zum Abdecken.

— Ist es möglich mit Make-Up ein normales Hautbild zu erzeugen?

Ja, eine geübte Kosmetikerin kann alle Anzeichen für diese Hauterkrankung unter dem Make-Up verschwinden lassen. Dabei handelt es sich zwar nur um eine temporäre Verbesserung des Hautbildes, aber alleine damit ist vielen Kunden schon geholfen.

— Wie können Sie Betroffenen in Ihrem Studio noch helfen?

Neben der kosmetischen Behandlung bieten wir immer ein offenes Ohr für die Probleme der Kunden. Viele Erkrankte fühlen sich ausgegrenzt und alleine, der Besuch im Kosmetikstudio ist da wie ein kleiner Mini-Urlaub vom Alltag. In den letzten Jahren hat sich unser Studio auch zu einem Treffpunkt für Betroffene entwickelt. Jeden ersten Freitag im Monat bieten wir den Kunden und Kundinnen einen Raum an, in dem sie sich treffen und austauschen können. Ähnliche Selbsthilfegruppen gibt es in vielen deutschen Städten.

— Wo kann ich mir als Betroffener noch Hilfe suchen?

Hautärzte arbeiten oftmals mit Selbsthilfegruppen der Caritas oder anderer Organisationen zusammen. Am Besten fragen Betroffene einfach bei ihrem behandelnden Arzt nach. Auch im Internet gibt es viele Angebote, wie zum Beispiel vom Deutschen Vitiligo-Bund.

Hautkrankheiten mit Cortisonsalbe bekämpfen?

Jeder, der an chronischen Hauterkrankungen leidet, wird früher oder später mit dem Medikament Cortison und den damit verbundenen Ängsten und Zweifeln konfrontiert. Am Cortison scheiden sich die Geister.

Besonders die Cortisonsalbe ist ein beliebtes Spielfeld für Auseinandersetzungen zwischen Schulmedizinern und Alternativmedizinern. Als Betroffener interessieren jedoch nur Fakten, Wirkungen und Nebenwirkungen.

Die Struktur von Cortisol

Die Wirkstärken des Cortisons

Das Cortison ist ein Steroidhormon, das 1935 in der Nebennierenrinde entdeckt wurde. Es ist ein Überbegriff für eine Gruppe von Wirkstoffen, den Kortikoiden. Seit einigen Jahrzehnten wird Cortison bei Hautkrankheiten eingesetzt und auch synthetisch hergestellt. Dabei gibt es den Stoff in 5 verschiedenen Wirkstärken:

Klasse 1: geringe Wirkung, vor allem für den empfindlichen Hautbereich rund um die Augen verwendet. Hierzu zählen alle Hydrocortison-Cremes wie z.B. Linola H

Klasse 2: mittlere Wirkung, für die Anwendung im Gesichts-, Hals- und Dekolletebereich (Gefahr einer Hautatrophie, zu Deutsch Gewebeschwund), Präparate dieser Klasse sind z.B. Emovate, Imacort, Locacorten oder Advantan

Klasse 3: starke Wirkung, wird am restlichen Körper verwendet, Präparate wie z.B. Betonovate, Nerisona, Diproderm, Elocom, Cutivate

Klasse 4: und 5: Kortikoide mit sehr starker Wirkung, werden nur an Stellen mit sehr dicker Haut angewendet (z.B. Hand- und Fußinnenflächen), Präparate dieser Klasse sind zum Beispiel Dermovate, Diprolen und Nerisona forte

Viele Betroffene erschrecken, wenn sie das Wort Cortison als Behandlungsform hören, vor allem, wenn es beim Patienten um Kinder geht. Was ist nun dran an dem Schreckgespenst und welche Zweifel können den Betroffenen Sorgen bereiten? Im Folgenden werden ein paar häufig formulierte Fragen angeführt, deren Beantwortung in dieser Abhandlung versucht wird:

Stellt die Cortisonsalbe immer das Mittel der Wahl bei Hauterkrankungen dar?

Welche Nebenwirkungen hat die Cortisonsalbe?

Wie lange kann und sollte die Cortisonsalbe höchstens verwendet werden?

Welche Alternativen zur Cortisonsalbe gibt es?

Was kann die Cortisonsalbe?

In den letzten 50 Jahren wurde versucht, die systemischen Wirkungen des Cortisons von den Nebenwirkungen wie Blutbildveränderung, Muskelabbau und Gewebeschwund zu entkoppeln. In vielen Bereichen konnten so durch chemische Veränderungen verschiedene Dosierungen und Wirkungsweisen auf verschiedene Hautpartien erreicht werden. Die Nebenwirkungen konnten reduziert werden.

Grundsätzlich sollte die äußere Anwendung von Cortison nur erfolgen, wenn nicht mehr als ein Drittel der Haut betroffen ist. Gemeinsam mit dem Dermatologen wird entschieden, ob das Cortison als Salbe, Gel, Lösung oder Lotion verabreicht werden soll. Begonnen wird die Behandlung mit einem hochwirksamen Präparat, das im Laufe der Behandlung reduziert wird.

Cortison gehört zu den wirksamsten Medikamenten gegen die Symptome der Neurodermitis und Schuppenflechte. Es dient der Akutbehandlung bei schweren Schüben, um den für die Patienten belastenden Kreislauf „Jucken-Kratzen-Entzündung“ zu durchbrechen. Normalerweise endet diese akute Phase nach ein paar Tagen, die Cortisonsalbe kann abgesetzt werden und die Nebenwirkungen sind minimal. Wichtig ist, immer nur die betroffenen Hautpartien einzucremen und nicht präventiv den ganzen Körper.

Nebenwirkungen der Cortisonsalbe

Von längerfristigen Anwendungen der Cortisonsalben ist abzuraten. Es ist ein Mittel für den Akutfall und sollte maximal 4 bis 6 Wochen verwendet werden, um anschließend auf eine cortisonfreie Salbe umzusteigen. Allerdings sollte dieser Umstieg und somit das Absetzen der Cortisonsalbe über ein paar Tage langsam erfolgen, um den sogenannten Rebound-Effekt zu vermeiden. Da sich der Körper an das Cortison gewöhnt, kann beim plötzlichen Absetzen der Salbe eine verstärkte Wiederkehr der Symptome auftreten. Bei längerer Anwendung des Cortisons erfolgt eine Veränderung der Hautstruktur. Die Haut wird spröde und dünner (=Atrophie), wodurch die durchschimmernden Venen zu erkennen sind und der Haut ein fast durchsichtiges Aussehen verleihen. Außerdem sind unter anderem leichte Verletzbarkeit, schlechte Wundheilung und dauerhafte Gesichtsrötung als Nebenwirkungen anzuführen. Cortison wirkt sich längerfristig zudem negativ auf das Immunsystem aus.

Sanfte Alternativen zur Cortisonsalbe

Leider werden unter dem Deckmantel „Pflanzencreme ohne Cortison“ immer wieder cortisonhaltige Cremes von unseriösen Geschäftemachern angeboten. Es ist daher zu empfehlen, auch die pflanzlichen Alternativen in einer Apotheke zu erwerben und so auf eine seriöse Angabe der Inhaltsstoffe vertrauen zu können. Die Webseite „Rezeptfreies“ hat dazu eine seriöse Übersicht rezeptfreier Cortisonsalben erstellt. Für schubfreie Zeiten bieten sich sanfte Alternativen aus der Natur an. Ringelblume, Zinnkraut und die Aloe Vera stellen gute Alternativen zu einer Daueranwendung von Cortisonsalben dar.

Das Aloe Vera Gel wirkt besonders entzündungslindernd, juckreizlindernd und angenehm kühlend auf der Haut. Auch feuchte Umschläge mit verschiedenen Gerbstoffpräparaten, wie z.B. schwarzem Tee, gelten als altbewährtes Hausmittel zur Abheilung von Ekzemen.

Cortison und alternative Präparate aus der Natur sind wirksame Mittel in der Behandlung akuter und chronischer Hauterkrankungen. Der kurzfristige Einsatz von Cortison sollte sich dabei auf Zeiten starker Schübe beschränken, ansonsten sollte die Haut mit sanfteren Methoden behandelt werden.

Hämorrhoiden mit einer Salbe bekämpfen?

Es ist ein unangenehmes Thema und viele Menschen schämen sich dafür, die Rede ist von Hämorrhoiden. Gerade Männer sind häufig von Hämorrhoiden betroffen, nämlich rund 70 Prozent davon in Deutschland.

Wird man von Hämorrhoiden heimgesucht, wird man dies am After durch Schmerzen beim Stuhlgang, durch Jucken und durch ein Brennen merken. Leidet man erst mal unter Hämorrhoiden, muss man diese auch behandeln. Denn werden Hämorrhoiden nicht behandelt, kann dies Folgen haben. Doch keine Angst, Hämorrhoiden kann man auch selbst behandeln. Wie das im Detail funktioniert, kann man nachfolgend erfahren.

Hämorrhoiden am Po

Hämorrhoiden und die Behandlung

Viele Menschen haben Hämorrhoiden, wissen aber nicht was im Detail aber Hämorrhoiden sind. Unter Hämorrhoiden versteht man eine Art knotenförmige Schwellung des Gefäßpolsters im After. Diese Schwellung und später auch Entzündung findet zwischen dem Enddarm und dem Schließmuskel statt und sorgt zum Teil für erhebliche Schmerzen, gerade während dem Stuhlgang. Durch den Stuhlgang selbst und durch die Reizung, kann es dann auch zu Blutungen im Stuhl kommen. Gerade bei Blutungen sollte man vorsichtig sein, sind diese massiv, sollte man sofort einen Arzt aufsuchen. Grundsätzlich wird der Schweregrad der Hämorrhoiden in drei Stufen unterteilt. Gerade für Menschen die Hämorrhoiden lieber selbst behandeln möchten, ist dies eine wichtige Information. Den eine eigene Behandlung von Hämorrhoiden ist nur in den Stufen 1 und 2 möglich.

Wer sich jetzt fragt woher eigentlich Hämorrhoiden kommen, so ist dieses einfach erklärt. Hämorrhoiden entstehen durch Verstopfungen, durch eine falsche Ernährung und mangelndem Sport. Hämorrhoiden können aber auch durch zu schwache Gefäßwände entstehen. Bei Frauen kommt es häuft auch nach der Schwangerschaft zu Hämorrhoiden.

Die Behandlung mittels Salbe

Hämorrhoiden der Stufe 1 und 2 können mit einer speziellen Hämorrhoidensalbe behandelt werden. Dazu wird täglich mehrfach die Salbe auf den After aufgetragen. Die Auftragung der Salbe erfolgt hierbei mittels einem Finger, wobei es auch Hämorrhoidensalben gibt, die über einen speziellen Aufsatz verfügen. In einem solchen Fall, erfolgt die Auftragung der Salbe ohne die Hand. Durch die Wirkstoffe in der Hämorrhoidensalbe klingt die Schwellung ab, die Hämorrhoiden bilden sich zurück. Je nach Schweregrad kann die Behandlung mit einer Hämorrhoidensalbe mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Natürlich dauert es aber nicht so lange, bis die lästigen Symptome wie das Brennen oder das Jucken aufhören.

Hier verschafft in der Regel die Hämorrhoidensalbe schon wesentlich schneller Linderung. Natürlich spielt bei der Behandlung der Hämorrhoiden die Hygiene eine große Rolle. Sowohl die Hände, als auch die Tube der Salbe sollte man nach jedem Gebrauch gut reinigen, da sich sonst Bakterien bilden können. Bei Hämorrhoiden der Stufe 3 bleibt einem nichts anderes übrig als zum Arzt zu gehen, den in einem solchen Fall ist eine aufwendigere Behandlung, im schlimmsten Fall sogar eine operative Entfernung notwendig. Aus diesem Grund sollte man Hämorrhoiden auch auf gar keinem Fall unbehandelt lassen, auch wenn dieses Leiden einem peinlich ist.

Die Unterschiede bei der Hämorrhoidensalbe

Wer jetzt von Hämorrhoiden betroffen ist und mit der Behandlung beginnen möchte, der wird mit einem breiten Angebot von Hämorrhoidensalben konfrontiert. Diese Hämorrhoidensalben unterscheiden sich nicht nur bei den Wirkstoffen, sondern auch beim Preis. Bei beidem lohnt sich ein genauer Blick vor dem Kauf einer Hämorrhoidensalbe. Grundsätzlich gibt es Hämorrhoidensalben mit drei verschiedenen Wirkstoffen, zum einen mit dem Wirkstoff Hamamelisrinde-Trockenextrak, mit dem pflanzlichen Wirkstoff Hamamelisdestillat und letztlich mit dem Wirkstoff der Aloe Barbadensis Pflanze. Welche dieser Wirkstoffe sich eignet, ist vom Schweregrad der Hämorrhoiden abhänig. Ist man sich unsicher welcher Wirkstoff der beste bei einer Hämorrhoidensalbe ist, so sollte man sich von seinem Hausarzt oder in einer Apotheke beraten lassen. Im Übrigen, der Kauf von Hämorrhoidensalben erfolgt in Deutschland rezeptfrei, ein ärztliches Rezept ist damit nicht notwendig. Dies hat natürlich den Nachteil, dass man die Kosten, je nach Salbe bis zu 15.00 Euro, selbst tragen muss.

Hämorrhoiden vorbeugen

Damit man überhaupt keine Hämorrhoidensalbe benötigt, empfiehlt sich natürlich eine Vorbeugung. So kann man Hämorrhoiden unter anderem durch eine gesunde Ernährung und viel Bewegung weitgehend vorbeugen.